Aktuelles aus dem Jahr 2013

 

Feuerwehr Straelen übt am Institut der Feuerwehr des Landes NRW
   
STRAELEN / MÜNSTER Eigentlich ist es ein idyllisches kleines, im Waldgebieteingebettetes Städtchen am Stadtrand von Münster mit Ein- und Mehrfamilienhäusern, Campingplatz, Übergangswohnheim, einem kleinen See, einigen Straßen und sogar einem eigenen Bahnhof mit S-Bahnanschluss. Doch regelmäßig ereignen sich hier kleinere und größere Katastrophen aller Art. Dort ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen, hier ein Wohnhausbrand mit vermissten Kindern, auf der Baustelle ist jemand in einen Schacht gestürzt, am Stadtrand ist ein Kesselwagen mit gefährlichemInhalt Leck geschlagen, eine Gasverpuffung in einemCampinganhänger, und viele weiter Unglücksfälleereignen sich hier täglich.

Willkommen auf demAußengelände des Institutes der Feuerwehr (IdF)Nordrhein-Westfalen!
 
Das IdF ist die zentraleAusbildungsstätte für die Feuerwehren des LandesNRW. Bei einer Kapazität von ca. 300Internatsplätzen werden hier die verschiedensten Veranstaltungen für berufliche und ehrenamtliche Angehörige der öffentlichen und privaten Feuerwehren angeboten und durchgeführt. Hierbei stehen die Qualifizierung von Führungskräften und Ausbildern sowie die Vermittlung von Spezialkenntnissen im Vordergrund. Ebenso gehört es zu den Aufgaben des IdF NRW, die Mitglieder der Krisenstäbe des Innenministeriums, der Bezirksregierungen sowie der Kreise und kreisfreien Städte auszubilden. Außerhalb des Ausbildungsbetriebes können am Wochenende die Feuerwehren des Landes NRW das Außengelände des IdF‘s kostenfrei zu Übungszwecken nutzen. 

Vor gut einem Jahr begann die Planung für das Übungswochenende der Gesamtwehr Straelen am IdF unter der Leitung von Mario Leupers, stelv. Zugführer des Lz. Straelen-Stadt. „Schon vor zwei Jahren haben wir uns um einen Termin für ein Übungswochenende bemüht. Die Nachfrage für das Außengelände ist riesig, und deshalb kommen so lange Wartezeiten zu Stande“, so Leupers.

An einem sonnigen Samstagmorgen im Oktober 2013 ging es dann endlich los. Gegen 6:30Uhr brach ein Konvoi bestehend aus zwei Löschgruppenfahrzeugen und zwei Manschaftstransportfahrzeugen samt voll beladener Hänger vom Feuerwehrhaus Straelen in Richtung Münster auf. Im Gepäck hatten die 30 Wehrleute nicht nur ihre Schutzbekleidung und Übungsmaterialien, denn auch an das leibliche Wohlmusste gedacht werden. So wurden belegte Brötchen, Kaffee, Knackwürstchen und Getränke, aber auch Tische, Bänke, Einkochkessel, usw. mitgenommen. 

Am IdF angekommen wurde zunächst ein Versorgungsstützpunkt eingerichtet. Um8:30 Uhr startete der Übungstag mit einemgemeinsamen Frühstück.
Nach der Stärkung begann das Orgateam mit dem Vorbereiten der Übungsszenarien. Es wurden zwei Gruppen gebildet, und immer zwei unterschiedliche Szenarien zeitgleichabgearbeitet. „Wir haben uns bei den Vorbereitungen vorrangig auf Szenarien mit Gruppenstärkekonzentriert“, sagt Leupers. „Das sind klassische Lagen wie ein Garagenbrand, eine technische Hilfeleistung, Verkehrsunfälle, usw., die mit einer Gruppe, also 9 Mann, abgearbeitet werden können. Solche Lagen spiegeln den Großteil unserer realen Einsätze wieder“, ergänzt Phillip Willems, einer der Organisatoren.  

So galt es bei sonnigem Wetter, außer dem “klassichen” Brandeinsatz auch einen Unfall in einer Baugrube, einen Austritt von Gefahrstoffen, das Retten und Selbstretten aus Höhen, Absturzsicherung usw. zu bewältigen. „Neben der praktischen Tätigkeit wurde jede Übung von einer Nachbesprechung begleitet, in der taktische Varianten diskutiert und neue Lösungsansätze erarbeitet wurden.“, erklärt Stefan Potratz, der ebenfalls zum Orgateam gehörte. „Da die Verfügbarkeit von Feuerwehrleuten, und somit auch von Führungskräften über Tag immer mehr zu einem Problem wird, war ein weiteres Übungsziel, dass sich auch Nicht-Führungskräfte als Gruppenführer beweisen konnten.“, erklärt Christian Horst, ebenfalls Mitglied im Orgateam.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann gegen 14:00 Uhr weiter im Programm. Das Finale bildete eine gemeinsame Zugübung an der alle Feuerwehrleute beteiligt waren. „Die einzigartigen Übungsmöglichkeiten in Münster stellen eine Bereicherung für die Ausbildung dar. Auch die gute Zusammenarbeit der Kameraden aus den Löschzügen Straelen, Herongen sowie den Löschgruppen Holt und Brüxken wurde in Münster weiter gefestigt und ausgebaut.“, berichtet Thorsten Fischer, Wehrleiter der Feuerwehr Straelen.

Den Abschluss eines gelungen Tages bildete dann ein gemeinsames Abendessen in der Altstadt von Münster, bei dem die Ereignisse des Tages noch einmal diskutiert, und die Kameradschaft vertieft wurde. 

 


 

Feuerwehr Straelen übt den Ernstfall
 
Explosion im Chemiesaal des städtischen Gymnasiums Straelen

STRAELEN Gegen 14:55 heulten am vergangenen Samstag(12.10.2013) die Sirenen in Straelen auf. Zeitgleich wurde die gesamte Feuerwehr Straelen über die „Piepser“ alarmiert. Die Alarmierung lautete: „Explosion im Städtischen Gymnasium, Anfahrt über Fontanestraße, Besonderheit: Chemielabor“. Kurze Zeit später ertönten in und um Straelen die ersten Martinshörner der Einsatzfahrzeuge. „Als wir am Gymnasium ankamen bemerkten wir eine starke Rauchentwicklung aus einem Raum im zweiten Obergeschoss.

Auch Feuerschein war zuerkennen und ich vernahm bei der Erkundung laute Knallgeräusche“, erzählte Marco Peters, Gruppenführer des als erstes eintreffenden Fahrzeugs.  
„Auf dem Schulhof lag zwischen brennenden Trümmern eine stark blutende Person mit unnatürlich verdrehten Beinen. Gott sei Dank lagen in den Einsatzfahrzeugen Zettel aus, die klarmachten, dass es sich um eine Alarmübung handelte“, so Peters weiter. Vorbereitet wurde die Übung im Vorfeld von Markus Leuker, Zugführer des Löschzuges der Stadt Straelen, und seinem Stellvertreter Mario Leupers. Eingeweiht war nur Thorsten Fischer, Wehrleiter der Stadt Straelen, der auch die Einsatzleitung übernahm.

„Angenommene Lage war ein Unfall während eines Experiments im Chemieunterricht“, so Leuker. „Insgesamt galt es 11 verletzte Personen zu retten, von denen sich noch 10 im Gebäude befanden, und eine Person sich mit einem Sprung aus dem 2. OG versucht hatte zu retten. Die Personen hatten unterschiedliche Verletzungsmuster wie Verbrennungen, Verätzungen und Frakturen“, fuhr Leuker fort. Die verletzten Personen wurden dabei von Mimen der realistischen Unfalldarstellung des DLRG Geldern gespielt. „So konnten die verletzten Personen in dem Szenario interagieren und auf das Vorgehen der Rettungskräfte reagieren“, erklärte Leupers. „Auch ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der Rettungswache Geldern waren in die Übung eingebunden, und nahmen mit vier Personen teil“, so Leupers weiter, der selbst im Rettungsdienst beschäftigt ist.

Da sich die Mimen so realistisch verhielten, und entsprechend geschminkt waren, war es für Außenstehende nicht zu erkennen, dass es sich nur um eine Übung handelte. So säumten bald viele Schaulustige den Schulhof, die nicht so richtig glauben konnten was sie da sahen und sehr besorgt waren. „Ziel der Übung war es die Einsatzstelle taktisch zu Gliedern, und die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzabschnitten und des Rettungsdienstes zu optimieren. Natürlich steht dabei das Retten und die Erstversorgung betroffener Personen, an erster Stelle“, sagte Leuker.
„Bei einer solchen MANV-Lage (Massenanfall von verletzten Personen), ist man auf Grund des hohen Personalbedarfs durch die Patientenrettung und Betreuung schnell am Ende seiner feuerwehrtaktischen Mittel.

Deshalb wurde die Menschenrettung priorisiert. Erst als die Personen aus dem Gebäude waren und klar war welche, Chemikalien reagiert hatten, haben wir mit einem Löschangriff von innen und außen begonnen“ erläutert Fischer das Vorgehen in der Nachbesprechung. „Da wie in allen freiwilligen Feuerwehren auch in Straelen die Mitgliederzahlen sinken, und die Tagesverfügbarkeit durch immer mehr auswärtsarbeitende Kameraden abnimmt, ist es wichtig solche realen Übungen auf der Gesamtwehrebene zu fahren. Das stärkt die Zusammenarbeit untereinander und leistet einen hohen Beitrag dazu einen effektiven Brand- und Katastrophenschutz für unsere Gemeinde zu gewährleisten“ betont Fischer.
Insgesamt nahmen an der Übung ca.80 Personen teil. Davon 11Angehörige des DLRG Geldern, 4 Rettungsassistenten der Rettungswache Geldern, und über 60 Kameraden der Gesamtwehr Straelen. Die Feuerwehr Straelen war mit allen wichtigen Einsatzfahrzeugen aus dem Stadtgebiet vor Ort. Die Übung dauerte ca. 2Stunden. „Es gibt natürlich hier und da immer etwas, dass man verbessert werden kann. Jedoch sind wir mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden.“, resümiert Leuker.

Um sich von der Einsatzkraft ihrer Straelener Feuerwehr zu überzeugen wohnten Karl Theunissen, Produktverantwortlicher Feuerschutz und Mitarbeiter des Ordnungsamts, und der erste Beigeordnete der Stadt Straelen Hans-Josef Linssen der Übung bei, und zeigten sich im Anschluss beeindruckt.
Das Orgateam bedankte sich abschließend bei allen beteiligten und besonders beim DLRG, sowie bei Herrn Sieben, dem Hausmeister des Gymnasiums für die tolle Unterstützung. 

 


 

Übung vom 29. August2013 - Feuerwehr Straelen probt den Ernstfall

STRAELEN Vielen Passanten und Anwohnern der Venloer Straße stockte am frühen Donnerstagabend der Atem. Ein Schwerer Unfall auf der Großbaustelle der Firma Megens hatte sich ereignet, bei dem ein Baugerüst umgestürzt war und zwei Arbeiter schwer verletzt wurden. Eine verletzte Person befand sich in Höhe des zweiten Obergeschoßes begraben unter schweren Gerüstteilen.Die zweite Person war in die Tiefe gestürzt und aufein Moniereisen aufgeschlagen, welches das linke Bein durchbohrte.

Zum Glück war alles nur ein realistisches Übungsszenario! Dies war für die Zuschauer jedoch keineswegs erkennbar, da die verletzten Personen von erfahrenen Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr Duisburg gespielt wurden, realistisch geschminkt waren und sich durch Schmerzschreie bemerkbar machten.
Die Übung diente dazu den verletzten Personen eine bestmögliche Erstversorgung zukommen zu lassen, und im späteren Verlauf eine möglichst patientenorientierte Rettung durchzuführen. Durch die unwegsamen Verhältnisse auf der Baustelleverlangte die Übung von den Gruppenführern und Feuerwehrleuten einiges an Können und Improvisation ab, um mit den vorhandenen Rettungsmittel beide Personen möglichst schonend zu retten.

„Im Ernstfall würde der Feuerwehr in einer solchen Situation ein Notarzt beratend zur Seite stehen und die Rettungsabläufe zusammen mit den Gruppenführern koordinieren. Darauf haben wir bei der Übung jedoch bewusst verzichtet, um unsere Feuerwehrleute für eine solche Situation zu sensibilisieren“, so Michael Arzt der die Übung organisierte. Da beide Verletzten über starke Rückenschmerzen klagten wurden sie nicht über Leitern sondern mit dem Teleskopgelenkmast (TGM) gerettet. Dazu musste der TGM rückwärts in die Baugrube hineinfahren. „Das Anfahren der Patienten mit dem Rettungskorb verlangt von den Maschinisten des TGM viel Können und hohe Konzentration ab und ist eine sehr gute Übung für den Ernstfall “ erklärte Markus Leuker Zugführer des Löschzuges Stadt und stellv. Wehrleiter der Feuerwehr Straelen.

Nach der Rettung der beiden Personen wurde die Übung in allen Einzelheiten besprochen und durch den Übungsleiter und die Rettungsassistenten Fachkundig beurteilt.
„Wir sind der Firma Megens sehr dankbar, die Möglichkeit bekommen zu haben auf dem Gelände zu Üben. Eine solche Übung unter möglichst realistischen Bedingungen zeigt immer ganz deutlich unsere Stärken und auch Dinge die wir verbessern können um im Einsatz unserer Abläufe zum Wohl der Patienten zu optimieren“, so Leuker weiter.

Unter dem Strich waren sich alle Feuerwehrleute einig, dass es eine sehr gute und interessante Übung war, von dem wohl der ein oder Andere einiges für seinen ehrenamtlichen Dienst mitnimmt.

 


 

Löschzug Herongen - Sommerfest der Feuerwehr Herongen

Bald ist es wieder soweit, derLöschzug Herongen feiert sein Sommerfest. Am Samstag den 22.06.2013 begrüssen wir Euch zum Partyabend mit DJ Volker. Bei flotterMusik und einem kühlen Getränk wird der Abendbestimmt nicht langweilig. Highlight an diesem Tagist die 1. Heronger Jenga-Meisterschaft (weitereInfos folgen in Kürze). Des Weiteren gibts in diesemJahr eine Cocktailbar.

Der Sonntag,23.06.2013, steht ganz im Zeichen der Familie. Ab 11 Uhr geht's los. Über den ganzen Tagverteilt finden Showübungen der benachbarten Feuerwehren statt. Des Weiteren werden verschiedenen Einatzfahrzeuge ausgestellt und können betrachtet werden. Für die Kleinen steht eine Hüpfburg zur Verfügung. Für das leibliche wohl steht eine Große Cafeteria mit hausgemachtem Kuch bereit.
An beiden Tagen können Lose für die Große Verlosung am Sonntagnachmittag erworben werden. Tolle Preisewarten auf Sie/Euch.